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RatingAnalysten der Universität Augsburg e.V.
Sonntag, 30. Juli 2006

Rating-Analysten gesucht

Veröffentlicht von: Campus News, Jan Berg

Rating-Analysten sind gefragter denn je. Wer eine Bankausbildung anfängt oder BWL studieren will, kann sich danach an der Uni Augsburg den Feinschliff abholen.

Am Ende stehen drei Buchstaben. Wenn ein Rating-Analyst ein Unternehmen auf Herz und Nieren untersucht, gibt er eine Art Schulnote: Die besten bekommen ein AAA, die Schlusslichter ein D. Hinter der knappen Abkürzung steckt jede Menge Arbeit - und viel Wissen. Das nötige Rüstzeug können sich Analysten in spe an der Uni Augsburg holen.

Seit dem Frühjahr 2000 bietet das Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer (ZWW) eine Zusatzqualifikation zum Analysten an. Über fünf Monate müssen die Teilnehmer an 30 Wochenendtagen die Schulbank drücken. Am Ende bekommen sie ein Zertifikat. Damit öffnen sich viele Jobtüren: „Der Bedarf ist groß und wird weiter steigen“, sagt Leiterin Dr. Walburga Sarcher. Grund: Ab 2006 müssen Banken die Unternehmen genauer unter die Lupe nehmen, wenn sie ihnen einen Kredit geben wollen.

Wer eine Bankausbildung anfängt oder BWL studiert, sollte die Zusatzqualifikation deshalb „im Hinterkopf“ behalten. Analysten arbeiten hauptsächlich in Rating-Agenturen. Die sind dafür da, Unternehmen zu bewerten: Stimmen die Finanzen? Funktioniert das Management? Haben die Produkte Zukunft? Aber auch Banken stellen eigene Analysten ein. Und in Unternehmen können sie als Berater arbeiten.

Partner der Uni Augsburg sind große Agenturen und Banken. Deshalb ist die Ausbildung praxisnah: Im ersten Teil lernen die Studenten, mit welchen Rating-Verfahren die Großen der Branche arbeiten. In der zweiten Phase steht „Bilanz lesen“ auf dem Lehrplan. „Und sie üben das Rating in Fallstudien an einem echten Unternehmen“, sagt Sarcher. Am Schluss trainieren die Teilnehmer persönliche Fähigkeiten, zum Beispiel Interviewtechniken.

Wer sich bewirbt, muss zum Vorstellungsgespräch. Voraussetzung: Ein abgeschlossenes Studium oder eine Ausbildung in einem ähnlichen Beruf - zum Beispiel bei einer Bank. Die Kurse beginnen im März und Oktober die Bewerbungsfrist endet rund drei Monate vorher. Die Studenten müssen satte 11.500 Euro Gebühr hinlegen. Dafür können sie nachher mit einem guten Gehalt rechnen: Bei großen Agenturen sind zum Einstieg 60.000 Euro und mehr im Jahr drin.

 

Der Artikel erschien in Campus News (Datum unbekannt).